Die deutsche Industrie steht in den 2020er Jahren vor tiefgreifenden Herausforderungen: Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und geopolitische Veränderungen verlangen nach einem strategischen, langfristig angelegten industriepolitischen Ansatz, der Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Resilienz gleichermaßen fördert.
Der Gesprächskreis „Industriepolitik“ im Wirtschaftsforum der SPD e. V. bietet hierfür einen konstruktiven Raum für Austausch, Analyse und Positionsbildung. In einem regelmäßigen Dialog mit führenden Köpfen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden zentrale Fragen erörtert: Wie lassen sich Investitionssicherheit und klare Leitplanken schaffen? Auf welche Weise können neue Technologien, Geschäftsmodelle und Gründungen gezielt gefördert werden? Und wie kann die Koordination komplexer Transformationsprozesse, etwa Dekarbonisierung, Digitalisierung oder Verteidigung, effizient gestaltet werden?
Die Mitglieder des Gesprächskreises diskutieren zudem, welche Rolle Industriepolitik als strategisches Instrument für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland spielen kann. Praxisnahe Impulse, fundierte Analysen und Erfahrungsaustausch in verschiedenen Veranstaltungsformaten – von Spitzengesprächen bis zu öffentlichen Digitalkonferenzen – ermöglichen es, die Debatte über die richtige Gestaltung industriepolitischer Maßnahmen zu versachlichen und gemeinsam tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Ziel ist es, die deutsche Industrie nicht nur krisenfest zu machen, sondern sie zugleich aktiv bei der Transformation zu einer innovativen, nachhaltigen und global wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu unterstützen.
Leitung des Gesprächskreises
Prof. Dr. Ines Zenke Präsidentin des Wirtschaftsforums der SPD e.V.Prof. Dr. Ines Zenke ist seit 2021 die amtierende Präsidentin des Verbandes.
Sie ist eine der Gründer:innen des Wirtschaftsforums der SPD e.V. und war von 2015-2021 auch dessen Vizepräsidentin.
Prof. Dr. Ines Zenke praktiziert seit über 20 Jahren als Rechtsanwältin. Bei der Wirtschaftskanzlei Becker Büttner Held ist sie als Partnerin zugleich eine der geschäftsführenden Mitinhaber:innen. Die BBH-Gruppe beschäftigt aktuell rund 600 Mitarbeiter:innen und begleitet mit einem Gruppenumsatz von heute ca. 80 Mio. € etwa 4.000 Mandanten.
Prof. Dr. Ines Zenke berät Unternehmen und insbesondere deren Geschäftsführer:innen und Vorstände zu Infrastrukturen, Energie, Compliance und bei der Transformation zur Treibhausgasneutralität. Sie lehrt zudem als Honorarprofessorin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Fachbereich Wirtschaft, im Lehrgebiet Infrastrukturrecht und -management.
Prof. Dr. Ines Zenke ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachbücher und Publikationen zum Energie-, Wettbewerbs- und Umweltrecht sowie zur Compliance. Auch der Bundestag berief sie bereits mehrfach als Sachverständige in Energie- und Finanzfragen, zuletzt 2023 zur Novelle der VwGO für bedeutende Infrastrukturvorhaben und 2021 zu carbon leakage. 2016 war sie ordentliches Mitglied der „Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs (KFK)“ der Bundesregierung.
Im Dezember 2022 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Uniper SE sowie im Frühjahr 2023 in den Aufsichtsrat der frischli Milchwerke GmbH bestellt.
Leitung des Gesprächskreises
Philipp Schlüter Vizepräsident des Wirtschaftsforums der SPD e.V.Philipp Schlüter ist seit 2018 Vorsitzender des Vorstands der TRIMET Aluminium SE und führt das 1985 gegründete Familienunternehmen in zweiter Generation. TRIMET fertigt, verarbeitet, recycelt und vertreibt mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an acht Standorten in Deutschland und Frankreich Werkstoffe und Produkte aus Aluminium.
Nach seinem Masterabschluss in Business Management und beruflichen Stationen in London übernahm er bei TRIMET Verantwortung in den Bereichen Risikomanagement, Rohstoffbeschaffung, Energiemanagement sowie im Handel und Vertrieb.
Als Unternehmer setzt Philipp Schlüter sich für eine aktive Industriepolitik ein, die Wertschöpfung, Klimaschutz und soziale Verantwortung gleichermaßen stärkt. Ihm ist wichtig, dass Energiepolitik wieder Standortpolitik wird – mit klaren Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen und industrielle Transformation fördern. Er engagiert sich in verschiedenen wirtschafts- und industriepolitischen Gremien, die den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stärken, und ist darüber hinaus Mitglied im Executive Committee der europäischen Wirtschaftsvereinigung European Aluminium.
Kontakt in der Geschäftsstelle
Daniel Arndt Senior Referent für Wirtschaftspolitik 030 863 22 33 14 / Mobil: +49 151 40 200 005 da(at)spd-wirtschaftsforum.deDaniel Arndt verantwortet als Senior Referent für Wirtschaftspolitik das Fachforum Energie und Klima und ist mit für die Koordination der Fachforen der Präsidentin zuständig. Er betreut außerdem den Gesprächskreis Industriepolitik und unseren Politischen Beirat. Zuvor war er mehrere Jahre für einen Spitzenverband der Baubranche tätig. Praktische Erfahrungen sammelte er zudem bei der Siemens AG im In- und Ausland sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks in Brüssel. Daniel Arndt studierte Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Politische Ökonomie der Europäischen Integration in Berlin.