Wirtschafsforum der SPD e.V.

„Iran oder US-Markt – die Gretchenfrage für deutsche Unternehmen“

14.05.2018

„Beinahe drei Jahre diplomatisches Ringen waren notwendig, um den Iran von der Entwicklung der Atombombe abzubringen. US-Präsident Donald Trump brauchte nur wenige Minuten, um das seinerzeit als historisches Abkommen gefeierte Vertragswerk von 2015 aufzulösen. Für Deutschland, Frankreich und Großbritannien, den drei europäischen Vertragsparteien des Atomabkommens, ist die Entscheidung Trumps ein schwerer Schlag“, schreibt unser Präsident Dr. Michael Frenzel in einem Gastkommentar für das Manager Magazin.

Europa habe nun das Mandat, das Abkommen zu retten. „Und dies in einer Phase, in der selbst Europa nicht gerade eine Herzensgemeinschaft ist, und nach wie vor bei zentralen Themen wie der Besteuerung von Internet-Konzernen oder der Migrationspolitik alles andere als einig ist. Es ist noch nicht allzu lange her, dass in Frankreich oder den Niederlanden Sezessionsparteien vom Schlage einer Front National bei den Parlamentswahlen nur knapp unterlagen“, so Frenzel.  Jetzt müsse sich Europa angesichts der sich über Nacht verschärften Lage über jedwede nationale Interessen hinwegsetzen und retten, was zu retten ist.

 

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