Wirtschafsforum der SPD e.V.

SPD-Wirtschaftsforum fordert zügige Entscheidungsfindung über Zukunft der Riester-Rente / Knorre: „Die geförderte kapitalgedeckte Altersvorsorge ist zu bedeutend, um eine Entscheidung in die nächste Legislaturperiode zu vertagen.“

02.10.2020

© iStock / Stadtaffe

Berlin, den 02. Oktober. Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. appelliert an das Bundesministerium der Finanzen und an die SPD-Bundestagsfraktion, zu einer zügigen Entscheidungsfindung bezüglich einer Modernisierung der Riester-Rente beizutragen. Die aktuelle Forderung der Unionsfraktion des Bundetags baue auf der gemeinsamen Zielsetzung über eine Weiterentwicklung der privaten Altersvorsorge auf, die mit der SPD-Fraktion im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Nun müsse man sich zeitnah über die genaue Ausgestaltung einig werden.

Vizepräsidentin des SPD-nahen Wirtschaftsverbands Prof. Dr. Susanne Knorre macht deutlich: „Alle Forderungen zur Riester-Reform liegen schon lange auf dem Tisch, das Zeitfenster für eine Umsetzung ist denkbar klein. Entscheidend ist dabei nicht, ob die Förderung erhöht wird. Vielmehr geht es darum, die Anforderungen an Riester-Produkte zu modernisieren und so attraktivere Produkte förderfähig zu machen.“

Dr. Peter Güllmann, Leiter des Fachforums Finanzen und Kapitalmarkt, betont: „Eine Flexibilisierung von Garantien, eine vereinfachte Förderverwaltung und eine Ausweitung des Kreises der Zulageberechtigten auf alle unbegrenzt Steuerpflichtigen würde die Rahmenbedingungen entscheidend verbessern. Altersvorsorge ist auch Armutsbekämpfung und muss damit eine unserer Prioritäten sein.“

Für viele Bürgerinnen und Bürger sei die private Altersvorsorge als Ergänzung neben der gesetzlichen Rente das wichtigste Sparziel. Die Verbreitung der kapitalgedeckten Vorsorge sei deshalb wesentlich für die Sicherung von Alterseinkommen, aber auch für die Teilhabe an den Gewinnen der Realwirtschaft und den Chancen der Finanzmärkte.

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