Wirtschafsforum der SPD e.V.

SPD-Wirtschaftsforum fordert: Neue Bundesregierung muss Standortbedingungen weiter verbessern / Knorre: „Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung 2020 verdeutlicht Handlungsbedarf“

08.09.2021

 

© iStock / everthingsispossible

Berlin, 8. September 2021. Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. fordert angesichts der Veröffentlichung der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2020 einen intensiven Austausch mit der kommenden Bundesregierung. „Die erhobenen Daten sind ein wichtiger Hinweis dafür, Gesundheitsversorgung nicht nur in Ausnahmesituationen als essenziell zu betrachten“, betont Christian Clarus, Leiter des Fachforums Gesundheitswirtschaft und Director Government Affairs bei B. Braun. „Die Fortführung der jetzigen Dialogbereitschaft aller beteiligten Akteure über die Pandemie hinaus ist auch mit einen neuen Bundesregierung wünschenswert und notwendig.“

Einerseits habe die Covid-19-Pandemie die Bedeutung von Gesundheitsversorgung und -industrie in ein neues Licht gerückt, andererseits sei auch die industrielle Gesundheitswirtschaft stark von der globalen Wirtschaftskrise betroffen. „Kaum eine andere Branche konnte in den letzten Jahren vergleichbare Werte bei Umsatz, Beschäftigten und in den Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen vorweisen. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre ist die Gesundheitswirtschaft konstant und mit durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr stärker gewachsen als die Gesamtwirtschaft mit 2,5 Prozent“, so Prof. Dr. Susanne Knorre, Vizepräsidentin des SPD-nahen Wirtschaftsverbands.

Die Bruttowertschöpfung der deutschen Gesundheitswirtschaft ist nach den aktuellen Zahlen der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Pandemiejahr 2020 erstmals seit zehn Jahren leicht gesunken und beträgt mit 364,5 Milliarden Euro 3,7 Prozent weniger als im Jahr 2019 – was mit Blick auf die Gesamtwirtschaft zwölf Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung ausmacht. Während die industrielle Gesundheitswirtschaft mit minus neun Prozent einen deutlichen Einbruch erlitten hat, war der Rückgang im Bereich der medizinischen Versorgung mit minus 1,4 Prozent vergleichsweise gering.

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