Berlin, 9. Juni 2026 – Im September 2025 wurde der Investitions- und Innovationsbeirat (IIB) beim Bundesministerium der Finanzen als Expertengremium bei der Umsetzung und dem Monitoring der Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) berufen. Der ehrenamtliche und unabhängig tätige Beirat hat nun seinen ersten Bericht mit Empfehlungen an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil übergeben.
Verbandspräsidentin Prof. Dr. Ines Zenke: „Der erste Monitoringbericht zeigt: Das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wird gebraucht. Ohne die 500 Milliarden würde das Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent noch geringer ausfallen. Außerdem zeigt sich: Die Mittel fließen ab, wenn auch noch nicht überall gleichmäßig und sofort.
Für die verbleibenden elf Jahre Laufzeit bleibt der Appell daher unverändert: Investiv vor konsumtiv. Es ist gut, dass der Monitoringbericht für Transparenz sorgt. Vielen Dank daher auch an den Beirat für diesen ersten Bericht. Dort, wo Projekte erst angelegt sind, braucht es nun Entschlossenheit, damit aus Haushaltsplänen und -zahlen echte Verbesserungen für Unternehmen und Gesellschaft erwachsen.
Die Bundesregierung hat mit dem Sondervermögen einen mächtigen Hebel, um außerdem mehr privates Kapital zu mobilisieren. Diese Lenkungswirkung gilt es in der Restlaufzeit zu maximieren. Damit dies gelingt, müssen Investitionen ressortübergreifend einer klar erkennbaren Gesamtstrategie folgen.
Zudem wissen wir alle inzwischen: Investitionen allein reichen jedoch nicht aus. Strukturreformen, klare Prioritäten und weniger Komplexität sind entscheidend, um nachhaltige Wirkung zu erzielen. Denn die größte Herausforderung liegt nicht in der Finanzierung, sondern in der schnellen und effizienten Umsetzung.“