Berlin, 26. März 2026 – Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil hat seine Grundsatzrede bei der Bertelsmann Stiftung unter den Titel „Reformen für ein starkes Land“ gestellt.
Dazu erklärt die Präsidentin des Wirtschaftsforums Prof. Dr. Ines Zenke: „Innovation, Produktivität und Technologieführerschaft für ein neues Wachstumsmodell: Lars Klingbeil setzt damit wichtige und überfällige Signale. Gerade erleben wir, wie fragil unsere Wirtschaftslage nach drei Jahren der Stagnation noch immer ist. Die Bundesregierung hat bei ihrem Amtsantritt im Mai vergangenen Jahres ein klares Versprechen gegeben: Schwarz-Rot wird eine Reformkoalition. Doch es braucht mehr Tempo, Entschlossenheit und Mut, um die zentralen Strukturreformen anzupacken. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat dafür heute konkrete Maßnahmen skizziert. Jetzt braucht es eine Reaktion der Bundesregierung: Für eine neue Dynamik für Investitionen, für Innovation und Beschäftigung und für die konsequente Umsetzung dieser Reformagenda.“
Modernisierung des Arbeitsmarktes: Abschaffung des Ehegattensplittings
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will steuerliche Fehlanreize beseitigen und plädiert für eine Abschaffung des Ehegattensplittings. Das fordert seit Jahren auch unser Netzwerk „Women in Lead“.
Women in Lead-Mitgründerin Svenja Schulze, MdB, macht deutlich: „Wer im globalen Wettbewerb bestehen will, kann es sich nicht leisten, das Potenzial von Millionen Frauen, die mehr arbeiten wollen, brachliegen zu lassen. Der EU entgeht durch die geringere Erwerbsbeteiligung von Frauen jährlich über 370 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung. Das ist ein massiver Wettbewerbsnachteil. Echte Gleichstellung ist kein Sozialprojekt, sondern das Fundament für wirtschaftliche Stärke.“
Präsidentin Prof. Dr. Ines Zenke ergänzt: „Das Ehegattensplitting zementiert alte Rollenbilder. Damit sich die persönlichen und wirtschaftlichen Potentiale voll entfalten können, muss parallel zur Steueranpassung die Kinderbetreuung in Deutschland deutlich verbessert und ausgebaut werden.“