Europa und Außenwirtschaft
Deutschland ist als Exportnation auf offenen, fairen Welthandel angewiesen.
Deutschland liegt im geographischen Herzen Europas und ist das industrielle Kraftzentrum des Kontinents. Wie kaum ein zweites Land ist Deutschlands Wohlstand und wirtschaftliche Stärke vom europäischen Binnenmarkt abhängig. Europapolitik ist immer zugleich auch Innen- und Wirtschaftspolitik. Deutsche Politik ist immer zugleich auch Europapolitik. Berlin und Brüssel besser miteinander zu denken und zu vernetzen, ist der Auftrag des Fachforums Europa & Außenwirtschaft.
Das Fachforum setzt sich für eine konsequente Vollendung des europäischen Binnenmarkts ein. Hindernisse des grenzüberschreitenden Handels müssen identifiziert und abgebaut werden. Der europäische Strom- und Energiebinnenmarkt muss stärker integriert, transeuropäische Energieinfrastrukturen hierzu ausgebaut werden. Europäische Rechtsnormen, nichtzuletzt im Bereich des Datenschutzes und der Digitalisierung, müssen europaweit einheitlich angewandt und vollzogen werden. Die Bankenunion muss vollendet und eine Europäische Kapitalmarktunion geschaffen werden. Auch im Bereich der Verteidigungsindustrie ist eine Europäisierung durch gemeinsame Beschaffungsinstrumente vonnöten.
Mario Draghi und Enrico Letta haben in ihren Berichten dargelegt: Europa benötigt eine Investitionsoffensive, Europa benötigt eine Innovationsoffensive. Dafür müssen die politischen Rahmenbedingungen geschaffen, überbordende regulatorische Regeln evaluiert und verbessert werden. Die Europäische Governance muss gestärkt werden.
Auch für die deutsche Politik bedeutet dies: Eine stärker integrierte Europäische Union ist im nationalen und eigenen wirtschaftlichen Interesse. Entsprechend sollte die Bundesregierung mit einer starken und einheitlichen Stimme auftreten. Europäische Richtlinien sind Eins-zu-Eins umzusetzen, ohne nationales „Goldplating“.
Die Europäische Union ist der Garant der internationalen, regelbasierten Ordnung und ein verlässlicher Partner in der Welt. Das Wirtschaftsforum der SPD setzt sich für eine Offensive neuer Freihandelsabkommen ein, nach hohen sozialen und Umweltstandards. Neue Partnerschaften sind vonnöten, um die klimapolitische und digitale Transformation zu meistern.
Das Fachforum Europa & Außenwirtschaft adressiert die Querschnittsthemen zu Europa und organisiert den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft zu europapolitischen Themen. Im Rahmen von Delegationsreisen – nach Brüssel, in die USA, China – wird der politische Dialog mit den Entscheidungsträgern und Stakeholdern vor Ort gesucht.
Leitung des Fachforums
Corinna Schulze Fachforenleiterin Europa und Außenwirtschaft - Direktorin für EU Government Relations / Digital Government SAPCorinna Schulze ist seit 2014 Direktorin für EU Government Relations/Digital Government, SAP. In ihrer derzeitigen Position ist sie für rechtliche und politische Fragen im Zusammenhang mit dem digitalen Binnenmarkt, dem Datenschutz, der Cyber-Sicherheit und der Exportkontrolle zuständig. Sie hat die Verhandlungen und die Verabschiedung der Datenschutz-Grundverordnung verfolgt und ist nun an der praktischen Umsetzung im Unternehmen beteiligt. Sie hat ein tiefes Verständnis von politischen Prozessen und deren Gestaltung, Kompetenz im Verbandsmanagement, Organisationsentwicklung, Interessenvertretung und ein breites Netzwerk in der digitalen Wirtschaft.
In einer früheren Rolle arbeitete Corinna Schulze für die Europäischen Kommission, in der Generaldirektion Informationsgesellschaft, wo sie für die Entwicklung von Richtlinien im Zusammenhang mit Electronic Commerce, Digital Rights Management und Internet-Regulierung sowie der Vorbereitung von politischen und rechtlichen Briefings zuständig war. Sie ist Volljuristin (Universität Münster/Landgericht Düsseldorf).
Leitung des Fachforums
Enno Harks Co-Leiter Fachforum Europa und AußenwirtschaftEnno Harks ist seit 2007 für die bp in verschiedenen Rollen tätig und leitet seit 2021 die Abteilungen External Affairs und Kommunikation in DACH/Lux der BP Europa SE. Zuvor war er unter anderem für die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in den Bereichen Energie und Ressourcen und der Forschungsgruppe Globale Fragen sowie für die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris tätig.
Enno Harks studierte Volkswirtschaftslehre/Ökonometrie in Kiel, Paris und München. Er ist Vorstandsmitglied des Forum Ebenhausen (SWP), Mitglied im Collegium Berlin, im Steering Committee des Managerkreises FES, im Oestricher Kreis der deutschen Unternehmens-Chefvolkswirte, und Circle of Friends des gppi (global public policy institute) Berlin.
Seit Oktober 2025 ist er Co-Leiter des Fachforums “Europa und Außenwirtschaft”.
Fritjof Rindermann ist als Senior Referent für das Fachforum Europa und Außenwirtschaft zuständig. Zuvor arbeitete er mehr als drei Jahre in der Public-Affairs-Beratung in Berlin und Brüssel. Fritjof Rindermann studierte Politikwissenschaft und European Studies an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Maastricht, Niederlande.