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Das Wirtschaftsforum der SPD fordert die Bundesregierung zu mehr Investitionen in die Infrastruktur auf. „Straßen, Schulen, Datennetze – wir müssen jetzt in die Zukunft unseres Landes investieren“, sagt der Präsident des Wirtschaftsforums der SPD, Dr. Michael Frenzel. „Noch sprudeln die Steuereinnahmen, die Kassen sind voll. Aber das Wachstum wird in den nächsten Jahren deutlich schwächer ausfallen.“ Zunehmende Handelskonflikte und der hohe Schuldenstand bremsten die Weltwirtschaft spürbar ab.

Der scheidende Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), Maurice Obstfeld, hatte gestern den Weltwirtschaftsbericht 2018 vorgestellt. Demnach korrigiert der IWF die Vorhersage für das Wirtschaftswachstum in Deutschland um 0,6 Punkte nach unten. Die Wirtschaft der Bundesrepublik werde in diesem und im nächsten Jahr nur um je 1,9 Prozent wachsen. Zugleich sei die Wahrscheinlichkeit weiterer Schocks für die Wachstumsvorhersagen gestiegen.

„Davor warnen wir seit Wochen“, meint dazu der Präsident des Wirtschaftsforums der SPD. „Jetzt gilt es, gezielte Krisenvorsorge zu betreiben und die Binnenkonjunktur zu stärken.“ Öffentliche Investitionen in die Digitalisierung, in die Bildung, in Straßen und Schienen seien Konjunkturimpulse für die deutsche Wirtschaft. „Die Herausforderungen aber genauso auch die Chancen des Strukturwandels sind gigantisch. Deshalb fordern wir eine schnelle Festlegung auf Schwerpunkte von Strukturfördermaßnahmen“, so Frenzel.