Berlin, 7. September 2026 – Das SPD-Wirtschaftsforum hat auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung sein erweitertes Präsidium neu gewählt. Das sechsköpfige Gremium mit einer Amtszeit von zwei Jahren flankiert die Verbandsarbeit und berät das geschäftsführende Präsidium um Präsidentin Prof. Dr. Ines Zenke.
Auf der 11. Mitgliederversammlung des Verbands sprach die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, das politische Grußwort: „Auch wenn der gestrige Wahltag in Sachsen-Anhalt sicher ein schwarzer Tag war, bin ich davon überzeugt, dass wir zuversichtlich sein können. Wir können und müssen gemeinsam daran arbeiten, ein demokratischer Rechtstaat zu bleiben. Das hilft den Menschen – und der Wirtschaft. Unser Grundgesetz steht für Stabilität – und die Wirtschaft ist auf diese Stabilität angewiesen. Unser Rechtstaat steht nicht für das Recht des Stärkeren, sondern für die Stärke des Rechts. Wir müssen aber auch viel häufiger darüber sprechen, was diese Koalition schon alles geschafft hat: Von der Gesundheitsreform über den Schutz von Frauen bis hin zum Bürokratieabbau. Wir wollen die Bürokratiekosten um ein Viertel senken: Alle Berichts- und Dokumentationspflichten werden überprüft und zum Teil abgeschafft. Wir sind hier auch ein großes Stück vorangekommen“, so Hubig.
Erneut mit großer Mehrheit im Amt bestätigt wurden Prof. Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München GmbH (SWM), Oliver Burkhard, CEO der thyssenkrupp Marine System GmbH (TKMS), Corinna Enders, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), Heinz Kreuter, Gründer der HAK GmbH und der RSBK GmbH und in Leitungsfunktionen u. a. für die Deutsche Telekom, der Dialog Software AG und der Energis plc tätig gewesen und Hiltrud Dorothea Werner, Aufsichtsrätin u. a. bei der Hensoldt AG und ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Mitteldeutschen Flughafen AG. Prof. Dr. phil. Klaus Kocks, nach seiner Karriere in der Energiewirtschaft und der Automobilindustrie als Unternehmensberater tätig, wurde im Dezember 2025 durch das geschäftsführende Präsidium berufen und ebenfalls von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit gewählt.
Verbandspräsidentin Prof. Dr. Ines Zenke betonte in ihrer Rede an die Mitglieder: „Trotz der tiefgreifenden Veränderung in der politischen Arithmetik, die diese Wahl mit sich bringt, muss die Bundesregierung an ihren Reformvorhaben festhalten und diese gemeinsam bis Ende dieses Jahres durch Bundestag und Bundesrat bringen. Nur dann können die Reformen in 2027/2028 ihre Wirkungen entfalten und den zarten Aufschwung untermauern. Personaldiskussionen sind der falsche Weg. Jetzt heißt es umsetzen, umsetzen, umsetzen.“
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzende unseres politischen Beirats, Armand Zorn MdB, unterstrich nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: „Wir müssen in der neuen Realität ankommen und klare Antworten darauf geben, wie wir Wohlstand und Arbeitsplätze sichern und welche Zukunftsperspektive wir aufzeigen wollen. Die SPD und die Parteien der demokratischen Mitte müssen Handlungsfähigkeit beweisen und zeigen, dass die Menschen uns vertrauen können. Es geht auch um mehr Empathie gegenüber der Bevölkerung vor Ort.“
Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange MdEP, wies auf die nach wie vor bestehenden geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten hin, die Deutschland und die Europäische Union belasten: „Die alte handelspolitische Ordnung erodiert zusehends. Europas Stärke liegt darin, gemeinsam zu handeln, demokratische Werte zu verteidigen und sein wirtschaftliches Gewicht in der Außenhandelspolitik entschlossen einzusetzen. Mit ambitionierten Handelsabkommen und verlässlichen Partnerschaften kann Europa neue Märkte erschließen, Standards setzen und die globale Ordnung aktiv mitgestalten.“