Was kann Wirtschaft von Start-Ups lernen – und umgekehrt? Darüber sprachen wir bei unserem 15. WiFo AfterWork mit der Gründerin, Unternehmerin und Autorin Verena Pausder.
2025 war ein gutes Jahr für Start-Ups: 3.568 Neugründungen in Deutschland – so viele wie noch nie. Und das in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, geprägt durch stetige geopolitische und -ökonomische Veränderungen. Nach wie vor habe Deutschland ein starkes Ökosystem, betonte Verena Pausder: Mit exzellenten Universitäten und erfolgreichen Unternehmen, die als Vorbilder dienten.
Krisenzeiten sind Unternehmerzeiten
Besonders in einem schwierigen Umfeld schlage die Stunde der Unternehmerinnen und Unternehmer, bekräftigte Verena Pausder. So entstünden gerade auch in Deutschland neue Branchen, die durch Innovationen weiter vorangetrieben werden. Zudem fließe bereits mehr institutionelles Kapital in Start-Ups, was private Investoren anlocke. Doch hier befinde sich auch eine der dringendsten Stellschrauben: Besonders die stärkere Finanzierung von Venture Capital müsse, wie bereits im Koalitionsvertrag, zügig angegangen werden, um weitere Skalierung von Start-Ups vor Ort zu ermöglichen.
Die gemeinsame Diskussion unter Moderation von Vizepräsidentin Dr. Tanja Wielgoß zeigte auch: Noch immer sind die Hürden für Frauen besonders in der Start-Up Szene besonders hoch. Neben Rahmenbedingungen brauche es eine klare Vision, wo wir hin wollen – und sichtbare Erfolgsgeschichten, die Mut und Hoffnung geben, dass es geht.