Die deutsche Luft- und Raumfahrt ist als Schlüsselindustrie nicht nur Wachstumsmotor des deutschen Wirtschaftsstandorts, sondern auch Erprobungs- und Anwendungsfeld von Spitzentechnologie. Zugleich befindet sich die Branche in einem tiefgreifenden Wandel: Digitalisierung, Klimaschutz- und Dekarbonisierungsziele, neue geopolitische Realitäten und das New-Space-Zeitalter verändern Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und (Cyber-)Sicherheitsanforderungen grundlegend. Der Gesprächskreis Luft- und Raumfahrt widmet sich den Chancen und Herausforderungen dieser beschriebenen Transformation und möchte Impulse für eine zukunftsfähige Luft- und Raumfahrt entwickeln.
Die Luftfahrt ist ein wesentlicher Aspekt globaler Vernetzung. Sie verbindet Menschen und Märkte, fördert Investitionen, sorgt für resilientere Lieferketten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Doch hohe Standortkosten, komplexe regulatorische Vorgaben und der Rückgang von Flugzeugstationierungen senken die Konnektivität der deutschen Flughäfen – der Luftfahrtsektor gerät zunehmend unter Druck. Damit die deutsche Luftverkehrsentwicklung im internationalen Vergleich nicht immer weiter zurückfällt, müssen erhebliche Mittel in Forschung, Infrastruktur und Flottenmodernisierung investiert werden. Eine zentrale Zukunftsaufgabe bleibt der Markthochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF), um Klimaschutz und industrielles Wachstum in Einklang zu bringen und die Technologieführerschaft der deutschen Luftfahrt langfristig zu sichern. Vor diesem Hintergrund wird die im Koalitionsvertrag angekündigte Nationale Luftverkehrsstrategie, die Fragen der zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie zusammendenken und im Laufe des Jahres 2026 verabschiedet werden soll, mit Spannung erwartet.
Und auch die Raumfahrt ist mittlerweile weit mehr als eine technische Domäne – sie ist Schauplatz globaler Machtverschiebungen, industrieller Wachstumsmarkt und Innovationstreiber. Orbitale Infrastruktur ist zu kritischer Infrastruktur geworden: Kommunikationsnetze, Navigation, Erdbeobachtung, Zeitsignale und sicherheitsrelevante Systeme hängen direkt von ihr ab. Mit der im Juli 2025 beschlossenen Hightech-Agenda und der im November 2025 vorgestellten Weltraumsicherheitsstrategie unterstreicht die Bundesregierung den Anspruch, Luft- und Raumfahrt als strategisches Forschungsfeld zu stärken und eine eigene, resiliente Weltraumsicherheitsarchitektur aufzubauen.
Co-Leitung des Gesprächskreises
Nicole Dreyer-Langlet Co-Leiterin Gesprächskreis Luft- und RaumfahrtNicole Dreyer-Langlet ist seit April 2025 Vice President Digital Germany und Mitglied der Geschäftsführung der Airbus Operations GmbH. Sie verantwortet zudem den Bereich Digital Workplace. Seit 28 Jahren ist sie für in unterschiedlichen Führungspositionen tätig, zuletzt von 2020 bis 2025 als Vice President für Forschung und Entwicklung.
Seit November 2025 ist Dreyer-Langlet Co-Leiterin unseres Gesprächskreises Luft- und Raumfahrt.
Kontakt in der Geschäftsstelle
Alina Stork Referentin für Wirtschaftspolitik 030 86 38 83 312 / Mobil: 0151 40 200 167 as(at)spd-wirtschaftsforum.deAlina Stork verantwortet als Referentin das Fachforum Kommunales und betreut außerdem den Gesprächskreis Luft- und Raumfahrt. Zuvor war sie knapp vier Jahre in einer Berliner Public-Affairs-Beratung tätig, zuletzt als Senior Associate mit einem Fokus auf energie- und industriepolitische Themen. Während ihres Studiums sammelte sie praktische Erfahrungen im Europabüro der bayerischen Kommunen in Brüssel sowie in der Online-Redaktion eines regionalen Medienhauses. Alina Stork hält einen Master in Staatswissenschaften der Universität Passau und einen Master in Internationalen Beziehungen der Andrássy Universität Budapest.
Veranstaltungen im Gesprächskreis Luft- und Raumfahrt
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