• Digitalkonferenz zum Bericht des Investitions- und Innovationsbeirats

01.07.2026

Welche Wirkung entfaltet das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) bislang, wo bestehen Umsetzungshemmnisse und welche Voraussetzungen braucht es, um aus öffentlichen Investitionen langfristig selbsttragendes Wachstum zu entwickeln? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines digitalen Fachgesprächs mit den Mitgliedern des Investitions- und Innovationsbeirats beim Bundesministerium der Finanzen – Prof. Harald Christ, Hiltrud Werner, Dr. Peter Kurz und Roman Zitzelsberger. Die Diskussion wurde eröffnet von Präsidentin Prof. Dr. Ines Zenke und anschließend von Vizepräsident Dr. Peter Güllmann moderiert.

Einigkeit bestand darüber, dass das SVIK einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung des Standorts leisten kann, gemessen am tatsächlichen Investitionsbedarf jedoch nur ein erster Schritt ist. Positiv hervorgehoben wurde das erstmals vorgelegte Monitoring, das mehr Transparenz über Mittelabfluss und Fortschritte schafft. Zugleich wurde deutlich, dass Genehmigungs- und Vergabeverfahren beschleunigt, Kommunen bei der Realisierung von Investitionen gestärkt und Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Innovation stärker priorisiert werden müssen. Ebenso braucht es bessere Rahmenbedingungen, um privates Kapital – etwa über institutionelle Anleger – gezielt für Zukunftsinvestitionen zu mobilisieren.

Die Diskussion machte deutlich: Das Sondervermögen kann wichtige Wachstumsimpulse entfalten. Sein Erfolg wird jedoch maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, strukturelle Reformen konsequent voranzutreiben und Investitionen schneller auf die Straße zu bringen. Dafür braucht es eine langfristige Gesamtstrategie, die staatliche und private Investitionen wirksam miteinander verzahnt.