Bauen, Bauen, Bauen – bald auch durch eine Bundesgesellschaft für Wohnungsbau? Über diesen im März erstmals von Finanzminister Lars Klingbeil öffentlich eingebrachten Vorschlag tauschte sich unser Fachforum Stadtentwicklung, Bau & Immobilien mit Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger aus. Dieser stellte die bisherigen Überlegungen vor: Der Vorteil einer bundeseigenen Gesellschaft in Kooperation mit privaten Investoren seien bestmögliche Finanzierungsbedingungen durch den Bund und ein konsequenter Fokus auf serielles und damit kostengünstiges Bauen im großen Stil genau da, wo bezahlbare Wohnungen Mangelware sind.
Unter der Moderation von Fachforenleiter Tim-Oliver Müller fragten unsere Mitglieder etwa nach der konkreten Ausgestaltung einer solchen Gesellschaft oder nach der Rolle der kommunalen und landeseigenen Gesellschaften in einem denkbaren neuen Gefüge. Das Gespräch drehte sich auch um die Frage, wie eine solche Gesellschaft sich gegen die derzeitigen Problemlagen im Wohnungsbau, zu denen Baulandknappheit, langwierige Genehmigungsverfahren und hohe Baukosten zählen, wappnen könne.
Hier zeigte sich: Alle politischen Maßnahmen, die zur Bauvereinfachung und zu kostengünstigerem Bauen führen, müssen mit höchster Priorität weiter vorangetrieben werden – auch eine staatliche Baugesellschaft kann sonst nicht reüssieren.