Ausblick auf die sportpolitischen Vorhaben der neuen Legislaturperiode
Sport ist system-, gesellschafts- und wirtschaftsrelevant. Unser Gesprächskreis Sport unter Leitung von Vizepräsidentin Dr. Tanja Wielgoß und Co-Leiterin Ulrike Hiller knüpft genau dort an: Sportpolitik ressortübergreifend zu denken und in den gemeinsamen Austausch zu kommen. Mit der Vorsitzenden des Ausschusses für Sport und Ehrenamt Aydan Özoguz, MdB und der Sprecherin für Sport und Ehrenamt der SPD-Bundestagsfraktion Bettina Lugk, MdB, hatten wir die Gelegenheit, einen Ausblick auf die sportpolitischen Vorhaben der neuen Legislaturperiode zu werfen.
Aydan Ö𝐳𝐨ğ𝐮𝐳: Breitensport und Ehrenamt stärken
Ohne Ehrenamt gibt es kein großes Sportereignis – wie elementar freiwilliges Engagement für den Sport in Deutschland ist, betonte Aydan Özoğuz. Sportstätten spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie zu erhalten und modernisieren, sei dringend erforderlich. Die zugesagte „Sportmilliarde“ für diese Legislaturperiode bis 2029 ist daher ein wichtiges Signal, gerade an die Kommunen und für die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, aktiv Sportangebote nutzen zu können, so die Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Ehrenamt. Die Förderrichtlinien sollen dabei so ausgestaltet werden, dass die Mittel bürokratiearm und schnell bei den Kommunen und in den Vereinen ankommen.
Bettina Lugk: Olympia als Chance für die ganze Gesellschaft
„Wir brauchen dringend eine unabhängige Agentur, die die Mittel an die Sportverbände verteilt – effizient, transparent und unbürokratisch“, betonte Bettina Lugk. Auch die bessere soziale Absicherung von Athletinnen und Athleten durch eine bessere Grundförderung sowie mehr Fokus auf die Vereinbarkeit von Schwangerschaft und Karriere seien wichtige Themen, unterstrich die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Sport und Ehrenamt der SPD-Bundestagsfraktion. Ein weiterer Eckpfeiler der Sportpolitik: Die deutsche Bewerbung für paralympische und olympische Sommerspiele. „Die Spiele sind weit mehr als nur ein Sportevent – sie können unsere Infrastruktur, Barrierefreiheit und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig voranbringen“, so Lugk.
Querschnittsthema Wirtschaftsfaktor Sport
Sport verbindet: Rund 28 Millionen Vereinsmitglieder verzeichnete der DOSB 2024 – ein neuer Rekord. Die Sportwirtschaft steht für 2,3 Prozent des BIP und rund 1,2 Millionen Erwerbstätige. Kurzum: Es gibt viele Gründe, aktiv an den Rahmenbedingungen zu arbeiten, damit der Sport in Deutschland seine gesellschaftliche und wirtschaftliche Kraft entfalten und weiter ausbauen kann. Unser Gesprächskreis Sport ist deshalb ein Angebot, zusammenzukommen und eine Plattform für den Austausch zwischen Sport und Politik zu geben.