Sportgroßveranstaltungen haben wirtschaftlich und gesellschaftlich ein Riesenpotential.
Unser Gesprächskreis Sport hat immer wieder das wirtschaftliche Potential des Sports im Fokus. In der aktuellen Arbeitssitzung hatten wir die Sportgroßveranstaltungen im Fokus. Der von Ulrike Hiller, Co-Gesprächskreisleiterin, moderierte Austausch mit Thomas Härtel, Präsident vom Landessportbund Berlin und Sebastian Rüß, CEO der Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH beleuchtete, welche Highlights zusätzlich zum Sportevent existieren.
Sportevents schaffen Aufmerksamkeit, bringen Menschen zusammen und stärken auch unsere Wirtschaft, wie Vizepräsidentin Dr. Tanja Wielgoß eingangs verdeutlichte.
Die eigentliche Wirkung beginnt dort, wo Sportevents über den Veranstaltungstag hinausreichen:
Dafür braucht der Sport eine Infrastruktur, die Wachstum ermöglicht und langfristig tragfähig ist. Was jetzt für adäquate Rahmenbedingungen getan wird, zeigt sich in den Erfolgen von morgen. Gerade im Hinblick auf die deutsche Bewerbung für olympische und paralympische Sommerspiele braucht es jetzt eine politische Investitionsoffensive, die flächendeckend vorhandene Strukturen verbessert. Davon profitieren nicht nur neue Athletinnen und Athleten, sondern der gesamte Breitensport.
Sport, Politik, Wirtschaft und auch die Kulturwirtschaft müssen noch enger zusammenarbeiten – bei Finanzierung, Sicherheit, Sponsoring, Quartiers- und Stadtentwicklung und um die Attraktivität von Sportveranstaltungen noch zu vergrößern. So kann der Sport zum gesellschaftlichen Treiber werden und die Bevölkerung zusammenbringen – angefangen in den Sportvereinen und den Sportfesten in den Kommunen bis hin zu Veranstaltungen mit Weltaufmerksamkeit wie ein NFL-Spiel in Berlin.
Sport als Gesamterlebnis gewinnt an Bedeutung. Side-Events und neue Formate, die den Markenkern erhalten, können zusätzliche Menschen erreichen. Wie das erfolgreich gelingt, zeigt die jüngste Frauen Basketball-WM in Berlin: Allein mehr als 250.000 verkaufte Tickets und neue Rekordreichweiten in TV und sozialen Medien sind ein starkes Signal, das nachhaltig mehr Mädchen und Frauen für den Sport begeistern kann. Genau so kann aus einem Sportevent ein Treiber für gesellschaftlichen Wandel entstehen. 2029 kann Deutschland mit der Fußballeuropameisterschaft der Frauen im eigenen Land erneut beweisen, dass es möglich ist, Sportereignisse auszutragen, weit über die Spieltage hinaus wirken.
Sportlicher Wettbewerb begeistert Menschen und kann zugleich gesellschaftliche Veränderungen anstoßen, die bleiben. Vielen Dank an Thomas Härtel, Sebastian Rüß und allen Gästen für die eingebrachten Perspektiven und den konstruktiven Austausch.