Die Luftfahrt stärken heißt, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.
Die Luftfahrt trägt in mehrfacher Hinsicht zur Wertschöpfung in Deutschland bei: Sie sichert eine Vielzahl an Arbeitsplätzen, stützt die Reise- und Tourismusbranche, verbindet deutsche Unternehmen mit den internationalen Absatzmärkten und ist unverzichtbar für zeitkritische Lieferströme. Als „Enabler“ der heimischen Wirtschaft steht die Luftfahrt jedoch selbst unter zunehmendem Kostendruck. Wie eine Stärkung des deutschen Luftfahrtstandorts gelingen kann, war deshalb Gegenstand der gestrigen Fachkonferenz unseres Gesprächskreises „Luft- und Raumfahrt“ – moderiert von Hiltrud Dorothea Werner, Mitglied im Erweiterten Präsidium des SPD-Wirtschaftsforums.
In seinem einleitenden Impuls unterstrich Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, die herausgehobene Bedeutung der Luftfahrt: „Die Luftfahrt ist eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und ein wichtiger Schlüsselfaktor für Innovation, internationale Vernetzung und wirtschaftliche Entwicklung. Damit ist sie zugleich Ausdruck der Leistungsfähigkeit eines Standorts.“
Umgekehrt machte die anschließende Diskussion deutlich: Wenn Flugzeuge aus Deutschland abgezogen werden, wirkt sich dies direkt auf Beschäftigung, Standortattraktivität und Anbindung aus. Deshalb braucht es nun zügige Entlastungen und eine konsequente Fortführung des begonnenen Kurswechsels der schwarz-roten Bundesregierung. Im Gespräch mit Lars Redeligx, Präsident des BDL – Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e. V. und Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf, sowie mit Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, wurde deutlich, wie mögliche Maßnahmen aussehen können: eine Senkung der Flugsicherungsgebühren in der nächsten Gebührenperiode, eine prozessorientiertere Ausgestaltung der Luftsicherheitsverfahren, staatliche Investitionen in die Dekarbonisierung der Luftfahrt, eine verbindliche Operationalisierung der Nationalen Luftfahrtstrategie und die Vermeidung von Gold-Plating bei EU-Vorgaben.
Vielen Dank an alle Beteiligten für den konstruktiven Austausch, den wir im Wirtschaftsforum weiterführen werden.