• Digitalkonferenz “Prävention als volkswirtschaftlicher Faktor?”

26.10.2026

Mehr gesunde Lebensjahre statt bloßer Verwaltung von Krankheiten: Wie wird Prävention zu einer tragenden Säule unseres Gesundheitssystems?

Darüber haben wir am 22. Oktober bei unserer Digitalkonferenz „Prävention als volkswirtschaftlicher Faktor?“ mit Serdar Yüksel, MdB und Berichterstatter der AG Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion für Prävention, Dr. Anina Harter, Referentin für Mikroökonomik und öffentliche Finanzen beim Sachverständigenrat Wirtschaft, und Dr. Timm Genett, Geschäftsführer Politik des PKV Verband der Privaten Krankenversicherung e.V., diskutiert. Moderiert wurde der Austausch von Prof. Dr. phil. Klaus Kocks, Mitglied des erweiterten Präsidiums des Wirtschaftsforums der SPD e. V.

Zentrale Impulse aus der Diskussion:

  • Wirkung statt Einsparversprechen: Prävention kann die Gesundheit verbessern und den Kostenanstieg begrenzen. Die Finanzierungsprobleme der sozialen Sicherungssysteme löst sie aber nicht allein. Ihr Erfolg muss sich auch an gewonnenen gesunden Lebensjahren messen lassen.
  • Zielgruppen statt Gießkanne: Angebote müssen insbesondere Menschen mit hohen gesundheitlichen Risiken erreichen – nicht nur diejenigen, die ohnehin gesundheitsbewusst leben. Dafür braucht es passende Zugänge und gesundheitsförderliche Bedingungen im Alltag.
  • Verbindlichkeit statt Silos: Klare Ziele, ressortübergreifende Verantwortung und eine bessere Zusammenarbeit der Akteure sind entscheidend. Vor Ort braucht es dauerhaft verankerte, evaluierte Angebote statt immer neuer Einzelprojekte.

Prof. Dr. phil. Klaus Kocks, Mitglied in unserem erweiterten Präsidium, betonte in der Digitalkonferenz: „Durch Prävention dürfen nicht nur die Gesunden gesünder und die Kranken ärmer werden.“

Vielen Dank an unsere Gäste für die engagierte Diskussion!