• Arbeitssitzung zu synthetischen Kraftstoffen mit Anja Troff-Schaffarzyk, MdB

05.10.2026

𝐋𝐮𝐟𝐭𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭, 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐟𝐟𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭, 𝐒𝐭𝐫𝐚ß𝐞𝐧𝐯𝐞𝐫𝐤𝐞𝐡𝐫: 𝐖𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐍𝐮𝐭𝐳𝐞𝐧 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐬𝐲𝐧𝐭𝐡𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐊𝐫𝐚𝐟𝐭𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐞𝐛𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐞 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐰𝐞𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠?

Diese Frage, die uns im Wirtschaftsforum schon länger beschäftigt, haben wir in den Mittelpunkt unserer Digitalkonferenz mit der Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für den Luftverkehr, Anja Troff-Schaffarzyk MdB, der Vorstandsvorsitzenden der eFuel Alliance e. V., Dr. Monika Griefahn, und dem Senior Vice President Public Affairs, Communication & Sustainability AIDA Cruises sowie Leiter des Fachforums „Tourismus“ des Wirtschaftsforums der SPD e. V., Dirk Inger, gestellt.

Die Diskussion zeigte, dass Produktion und Einsatz synthetischer Kraftstoffe nicht nur eine verkehrspolitische Aufgabe sind, sondern auch als wirtschafts- und energiepolitische Chance verstanden werden müssen. So gewinnt die Dekarbonisierung des Verkehrs aus Klimaschutz- und Resilienzgründen zunehmend an Bedeutung: Engpässe bei konventionellen Kraftstoffen und starke Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten verdeutlichen die Notwendigkeit eines Hochlaufs heimischer Produktionskapazitäten für synthetische Kraftstoffe in Deutschland und Europa. Unterschiedliche Auffassungen gab es zur Frage, ob der Markthochlauf synthetischer Kraftstoffe durch eine entsprechende Quotierung der Betankung von PKWs unterstützt werden sollte.

Gleichzeitig schaffen ambitionierte Ziele und klare Quotenvorgaben für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) allein noch kein ausreichendes Angebot – insbesondere, da industrieseitig weiterhin ein „First-Mover-Problem“ besteht. Für einen gelingenden Markthochlauf braucht es:

    • eine verlässliche Finanzierung, die den langen Investitionszyklen Rechnung trägt, und Transparenz beim Einsatz der Mittel aus dem KTF. Einnahmen aus dem Emissionshandel müssen der Transformation der emittierenden Ursprungssektoren zugute kommen.
    • beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, damit das in Deutschland vorhandene technische Know-how schneller in industrielle Produktionskapazitäten übersetzt werden kann.
    • pragmatischere EU-Regeln für die eFuel-Produktion: EU-Regeln sollten Investitionen anreizen und nicht erschweren, z. B. durch praktikablere Anforderungen an den Strombezug und die Nutzung industrieller CO₂-Quellen.

Vielen Dank an unsere Mitglieder für die anregende Diskussion, an die Co-Leitung des Gesprächskreises „Luft- und Raumfahrt“, Nicole Dreyer-Langlet für die Moderation und an die Schatzmeisterin des Wirtschaftsforums, Prof. Dr. Susanne Knorre für die Begrüßung!