Berlin, 6. Juli 2026 – Die Bundesregierung hat planmäßig ihren Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sowie für die Finanzplanung bis 2030 vorgestellt. Eindeutig erkennbar sind die Folgen des Konflikts im Nahen Osten. Mit dem eingeschlagenen Konsolidierungskurs ist es jedoch gelungen, die Haushaltslücke von 34 Milliarden Euro im Regierungsentwurf zu schließen und gleichzeitig Investitionen auf hohem Niveau zu stabilisieren.
Verbandspräsidentin Prof. Dr. Ines Zenke kommentiert: „Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung wird der anspruchsvollen Ausgangslage gerecht: Ein konsequenter Reformkurs, ein klarer Fokus auf Zukunftsinvestitionen bei gleichzeitiger fiskalischer Konsolidierung. Die Koalition, insbesondere das Bundesfinanzministerium um Vizekanzler Lars Klingbeil, setzt damit die richtigen Schwerpunkte.
Dieser Kurs ist angesichts der weiter angespannten und schwer kalkulierbaren geopolitischen und -ökonomischen Situation nachvollziehbar und folgerichtig. Gleichzeitig erwarten Unternehmen und Gesellschaft bei steigender Staatsverschuldung Transparenz und Glaubwürdigkeit, wie Mittel tatsächlich eingesetzt und wo Einsparungen vorgenommen werden. Die zu beobachtende Haushaltsdynamik ist insbesondere auf die wachsenden Verteidigungsausgaben zurückzuführen und wird in den kommenden Jahren noch stärker zu Buche schlagen.
Dass die Investitionsquote nach wie vor hoch bleibt, ist ein wichtiges Signal. In den kommenden Monaten bleibt entscheidend, dass die Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ auch bei den Ländern abfließen und wir gerade in den Bereichen Digitalisierung, Energieinfrastruktur und Forschung und Entwicklung noch mehr Bewegung sehen.
Die Wirtschaft darf nach den jüngsten Beschlüssen des Koalitionsausschusses durchaus etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Allein die Umsetzung der Maßnahmen zum Bürokratieabbau wird grundlegende Strukturen und Abläufe verschlanken und effizienter machen. Die Herausforderungen für unser Land sind mit diesem Haushaltsbeschluss und der Finanzplanung bis 2030 noch nicht vom Tisch. Aber wir sehen doch eindeutig, dass diese Koalition ihren Beitrag dazu leistet, dass wir stärker aus der Krise herauskommen und gemeinsam einen neuen Aufbruch starten können.“