Wirtschafsforum der SPD e.V.

Digitalkonferenz mit Wolfgang Schmidt, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen

08.12.2020

Wolfgang Schmidt, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium © BMF/ Thomas Koehler

Am 8. Dezember 2020 luden die beiden Fachforen Tourismus und Kultur- und Kreativwirtschaft zu einer gemeinsamen Digitalkonferenz ein, um über die besonders von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffenen Branchen, den Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft im Kultur- und Kreativbereich, dem Gastgewerbe sowie der Tourismuswirtschaft, zu diskutieren. Es war uns eine besondere Ehre Wolfgang Schmidt, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, als Hauptredner begrüßen zu dürfen. Zudem konnten wir als ImpulsgeberInnen Thomas Bösl, Geschäftsführer der Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH, Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. und Gerald Schölzel, Vorstandsmitglied des degefest – Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft e.V. begrüßen.

Nach den Begrüßungen durch unseren Verbandspräsident Dr. Michael Frenzel und Heiko Kretschmer, Schatzmeister des Wirtschaftsforums, folgten die Impulse unserer Gäste. Im Anschluss diskutierten wir gemeinsam mit unseren rund 150 Gästen die aktuellen branchenspezifischen Herausforderungen für die besonders betroffenen Wirtschaftszweige und die angekündigten Überbrückungshilfen III sowie deren Weiterentwicklung.

Dr. Michael Frenzel betonte in seinen Ausführungen, dass die Tourismuswirtschaft von vielen kleinen, oft familiengeführten Betrieben geprägt sei. „Gerade im ländlichen Raum ist sie der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Wir benötigen eine klare politische Strategie zum Erhalt dieser Arbeitsplätze“, so Dr. Frenzel.

Heiko Kretschmer hielt fest, dass die Überbrückungshilfen wichtige Instrumente für die Kultur- und Kreativwirtschaft sind, gab aber zudem zu bedenken, dass es eines Plans bedarf, wie strukturelle Eigenkapitalkrisen abzuwehren seien und wie erforderliche Investitionen in digitale Geschäftsmodelle gefördert werden können.

Staatssekretär Wolfgang Schmidt betonte, dass die schwierige Lage der betroffenen Branchen wahrgenommen werde und kontinuierlich sowie mit Hochdruck an der Weiterentwicklung bereits lancierter Hilfsmaßnahmen, wie beispielsweise bei den Überbrückungshilfen III, gearbeitet werde. „Im Angesicht der harten, aber notwendigen Einschränkungen bringen wir in kurzer Zeit weitere Hilfen auf den Weg. Diese sollen zielgerichtet allen stark Betroffenen helfen – egal, ob Eckkneipe, Reiseveranstalter oder Konzerthalle“, so Staatssekretär Schmidt.

Thomas Bösl, Sprecher der Quality Travel Alliance, betonte in seinem Impuls, dass die Reisebranche immer noch tief in der Corona bedingten Krise stecke. „Bisher ist man durch unternehmerisches Engagement und Unterstützung der Politik durch die Krise gekommen. Nun gilt es, die nächsten Monate durchzuhalten, um für den Re-Start gewappnet zu sein. Dabei ist auch die Politik gefordert, mit der Überbrückungshilfe III muss gezielt unterstützt werden, um den vielen tausend Reisebüros und Reiseveranstaltern sowie deren qualifizierten MitarbeiterInnen, eine Perspektive zu geben.“

Ingrid Hartges begrüßte die von der Bundesregierung aufgelegten Wirtschafts- und Überbrückungshilfen als wichtige und notwendige Instrumente. „Dennoch sehen wir noch dringend Nachjustierungsbedarf, da die bisherigen Hilfen der Komplexität der Branche noch nicht ausreichend Rechnung tragen und die geplanten Überbrückungshilfen III gerade vor dem Hintergrund hoher Pachtzinsverpflichtungen vieler größerer Unternehmen und Betriebe eindeutig zu kurz greifen.“

Gerald Schölzel betonte: „Die Begegnung mit anderen Menschen ist kein Wunsch oder eine Sehnsucht sondern ein essentielles Merkmal unseres Sozialverhaltens, ohne die wir uns nicht weiterentwickeln können. Egal wie schwierig die momentane Situation ist und welche Restriktionen bestehen, die Menschen werden sich bald wieder physisch treffen, um sich bei Präsenzveranstaltungen in der MICE Branche, im Kultur- und Gastronomiebereich ‚analog‘ austauschen zu können.“ Deshalb sei es von großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung, dass die dafür bereitstehende Infrastruktur unterstützt und durch diese Krise begleitet werde, um ihre Aufgabe als Begegnungsstätte für Menschen mit unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen zu können, so Schölzel in seinem Impuls weiter.

 

 

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