Wirtschafsforum der SPD e.V.

Präsidium

Das Präsidium des Wirtschaftsforum der SPD setzt sich aus dem fünfköpfigen geschäftsführenden Präsidium und dem erweiterten Präsidium, das mit vier Personen besetzt ist, zusammen. Die Amtszeit beträgt in beiden Gremien jeweils zwei Jahre, die Wahlen finden alternierend statt.


 

Das geschäftsführende Präsidium

 

Dr. Michael Frenzel, Präsident

Dr. Michael Frenzel ist Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V., Direktor bei Amex GBT und und Botschafter der United Nations World Tourism Organisation ( UNWTO).

Während seines Studiums der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum engagierte er sich in der Duisburger Kommunalpolitik. Sein Studium beendete Frenzel 1974 mit dem ersten Staatsexamen. Bis 1977 war er als wissenschaftlicher Assistent tätig, bevor er 1978 promovierte. 1980 folgte das zweite juristische Staatsexamen.

Anschließend absolvierte er von 1980 bis 1981 eine Trainee-Ausbildung bei der Sparkassenorganisation. Nach erfolgreicher Laufbahn bei der Westdeutschen Landesbank (WestLB) übernahm Frenzel 1985 als Bankdirektor die Leitung des Beteiligungsbereichs.

Von dort erfolgte 1988 der Wechsel in den Vorstand der Preussag AG, zunächst verantwortlich für das Ressort Handel und Verkehr, ab 1990 zusätzlich für den Bereich Schifffahrt. 1994 wurde Dr. Michael Frenzel zum Vorstandsvorsitzenden ernannt und hielt, auch nach Umbenennung des Konzerns in die TUI AG, diese Position bis Februar 2013 inne.

Im November 2000 wurde er vom Manager Magazin zum Manager des Jahres 2000 in Deutschland gewählt. Bis 2018 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG.


Heiko Kretschmer, Schatzmeister

Heiko Kretschmer ist seit 19 Jahren Unternehmer. Die von ihm 2001 gegründete Kommunikationsberatung Johanssen + Kretschmer hat heute rund 40 Mitarbeiter und ist unter anderem an der Kampagnenagentur jkcampaign beteiligt. Johanssen + Kretschmer ist heute ausgewiesener Experte in strategischer Kommunikation und Stakeholder Management.

Nach seinem Studium der Physik (Diplom) in Marburg arbeitete Kretschmer zunächst im Büro für Technikfolgeabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) und dann als PR-Berater. Später war er Mitbegründer zweier Unternehmen im Gesundheitswesen mit palliativem Schwerpunkt. Er arbeitet heute auch als Mediator und als Business Angel für Startups und Social Entrepreneurs. 2018 wurde er zudem Gesellschafter bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Heiko Kretschmer war bis 2004 selbst politisch in Interessenvertretungen (etwa als Geschäftsführer der Bundesschülervertretung) und in der Kommunalpolitik aktiv. Von 1993 bis 2001 war er im Juso-Bundesvorstand (unter anderem als stellvertretender Bundesvorsitzender). Er arbeitete in internationalen Organisationen (als Vizepräsident der Jugendorganisation der Sozialistischen Internationale) und war viele Jahre Koordinator des Europarats für den euro-arabischen Jugenddialog.

Heiko Kretschmer war viele Jahre Mitglied im Deutschen Rat für Public Relations (DRPR), Vizepräsident der Gesellschaft für Public Relations Agenturen (GPRA) und ist seit über zehn Jahren Schatzmeister und Ethikbeauftragter der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung (de’ge‘pol).


Prof. Dr. Susanne Knorre, Vizepräsidentin

Susanne Knorre arbeitet seit mehr als zehn Jahren als freie Unternehmensberaterin mit den Schwerpunkten Management und Kommunikation sowie Strategie- und Organisationsentwicklung.

Nach Studium der Politischen Wissenschaften und der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Hamburg und Basel, dem Staatsexamen für den höheren allgemeinen Verwaltungsdienst sowie der Promotion an der Universität Hamburg übernahm Susanne Knorre zunächst verschiedene Funktionen im Wirtschafts- und Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz. Von 1990 bis 1993 war sie dort Leiterin des Ministerbüros. Danach wechselte sie zur Preussag AG Hannover, um dort ab 1998 die Leitung der Konzern-kommunikation zu verantworten. Von 2000 bis 2003 war sie Ministerin für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Niedersachsen. Als Management Partner von Weber Shandwick Deutschland und Geschäftsführerin der Grote&Knorre GmbH sammelte sie Erfahrungen in der nationalen und internationalen Unternehmensberatung.

Susanne Knorre lehrt seit 2005 am Institut für Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück. 2007 nahm sie dort die Berufung auf eine nebenberufliche Professur an. Zuvor war sie mit regelmäßig mit Lehraufträgen u.a. am Master-Studiengang „Organization Studies“ der Universität Hildesheim, an der Hochschule Hannover, der Quadriga Hochschule Berlin sowie an der Universität Kapstadt am Department of Political Studies & Public Management betraut.
Susanne Knorre verfügt über langjährige Aufsichtsratserfahrung und ist aktuell bei der RÜTGERS Germany GmbH, der STEAG GmbH, der NordLB, der Salzgitter AG sowie der Deutsche Bahn AG als Aufsichtsrätin bestellt. Sie engagiert sich in Fachgremien aus Wirtschaft und Wissenschaft und ist Autorin und Herausgeberin von Lehrbüchern und wissenschaftlichen Publikationen im Bereich der Managementlehre.


Matthias Machnig, Vizepräsident

Matthias Machnig ist Mitglied des Management Teams von EIT InnoEnergy und Leiter der Industriestrategie.

Bis April 2018 war Matthias Machnig beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zuständig unter anderem für Wirtschaft-, Industrie- und Außenhandelspolitik.

Von 2009 bis 2013 war er Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie des Freistaats Thüringen. In dieser Funktion hatte er unter anderem den Vorsitz des Beirats der Bundesnetzagentur und des Aufsichtsrats der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen inne. Zuvor war er als Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen tätig. Von 1999 bis 2002 war er Bundesgeschäftsführer der SPD.


Prof. Dr. Ines Zenke,

Vizepräsidentin

Prof. Dr. Ines Zenke ist Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verwaltungsrecht und Partner bei der auf Infrastrukturen, insbesondere den Energiemarkt spezialisierten Kanzlei Becker Büttner Held, BBH. Außerdem lehrt sie als Honorarprofessorin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) im Lehrgebiet Infrastrukturrecht und -management.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und ihrer Dissertation im Energierecht trat Prof. Dr. Ines Zenke 1995 der Kanzlei bei. Seit 1999 – und damit nach dem zweiten Staatsexamen – ist sie Anwältin, seit 2002 auch Partner bei BBH. Die Sozietät beschäftigt heute rund 550 Mitarbeiter.

Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachbücher und Publikationen zum Energie-, Wettbewerbs- und Bankrecht sowie zur Compliance. Als feste Gastautorin schreibt sie regelmäßig für den Tagesspiegel Background Energie.

Auch der Bundestag berief Prof. Dr. Ines Zenke bereits mehrfach als Sachverständige in Energie- und Finanzfragen.

 

 

Das erweiterte Präsidium

Oliver Burkhard

Nach seiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, die zwischen 1988 und 1991 erfolgte, war Oliver Burkhard von 1991 bis 1997 in der Abteilung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes tätig. Von 1993 bis 1998 studierte er zudem berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Mainz.

1997 wechselte Oliver Burkhard zur IG Metall, bei der er unter anderem Politischer Sekretär beim Bundesvorstand der Gewerkschaft war. Von 2002 bis 2004 war er Bezirkssekretär/Tarifsekretär bei der Bezirksleitung der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, ehe er 2005 als Funktionsbereichsleiter Tarifpolitik wieder zum Bundesvorstand der IG Metall kam. Ende 2007 wurde Oliver Burkhard jüngster Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen.

Seit 2013 ist er Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der thyssenkrupp AG. In dieser Funktion verantwortet er unternehmensweit die Bereiche Personal, Legal & Compliance, IT sowie die Steuerung der Service-Gesellschaften. Oliver Burkhard ist zudem für die Regionen Deutschsprachiger Raum, Mittlerer Osten und Afrika, Süd-Amerika und Indien zuständig, zudem berichten die Segmente Bearings, Forged Technologies und Marine Systems an ihn.

 


Heinz Kreuter

Heinz Kreuter wurde am 11. August 1963 in Braubach am Rhein geboren. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im Jahr 1982, der Weiterbildung zum REFA-Systemorganisator und Programmierer während der Bundeswehrzeit (von 1982 – 1994), startete er 1989 sein Abendstudium der Betriebswirtschaftslehre, das er 1993 erfolgreich abschloss. In den darauffolgenden Jahren übernahmen Heinz Kreuter unterschiedliche Leitungsfunktionen in der Wirtschaft u.a. bei der Deutschen Telekom, der Dialog Software AG und der Energis plc. 2001 gründete Heinz Kreuter die HAK GmbH mit dem Schwerpunkt des marktpolitischen Beziehungsmanagement und 2005 gemeinsam mit Rudolf Scharping die RSBK GmbH. Heinz Kreuter verfügt durch seine langjährigen Managementfunktionen sowie unterschiedlicher Beratungsmandate über ein ausgeprägtes marktpolitisches Netzwerk.


Philipp Schlüter

Philipp Schlüter ist Vorsitzender des Vorstands der TRIMET Aluminium SE. Das Familienunternehmen fertigt, verarbeitet und recycelt mit rund 2.300 MitarbeiterInnen an sieben Standorten in Deutschland und Frankreich Werkstoffe und Produkte aus Aluminium. Schlüter studierte Betriebswirtschaft in Bern und London. Nach seinem Master in Business Management begann er seine berufliche Laufbahn bei der UBS Investment Bank in London. 2009 wechselte er in das von seinem Vater gegründete Familienunternehmen. Bei der TRIMET Schweiz AG war er in leitender Funktion in den Bereichen Risikomanagement, Rohstoffbeschaffung, Energiemanagement sowie im Handel und Vertrieb von Aluminiumprodukten tätig. Von 2016 bis 2018 vertrat Schlüter zudem als Stellvertretender Vorsitzender die Eigentümerfamilie im Aufsichtsrat. Seit 26. November 2018 ist er Vorsitzender des Vorstands der TRIMET und gleichzeitig Präsident der TRIMET France SAS.

Schlüter engagiert sich ehrenamtlich in Verbänden und Vereinen für den Industriestandort sowie für die Nichteisen- und Aluminiumindustrie. Er ist Mitglied des Präsidiums und des Vorstands der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVMetalle), Mitglied des Präsidiums des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie (GDA) und Mitglied des Executive Committee der europäischen Wirtschaftsvereinigung European Aluminium Association. Zudem wirkt Schlüter in der Standortinitiative Initiativkreis Ruhr.


Michael Wiener

Michael Wiener ist seit 2012 Mitglied der Geschäftsführung der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG und seit März 2015 deren Vorsitzender und damit CEO der Unternehmensgruppe Der Grüne Punkt. Seit 2019 gehört er zum Vorstand des kunststoffland NRW e.V., der wichtigsten Plattform der Kunststoffindustrie in Nordrhein-Westfalen. 2020 wurde Wiener in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e. V. (AGVU) gewählt, die sich seit Anfang der 1990er Jahre für Ressourceneffizienz und Produktverantwortung bei Verpackungen einsetzt und die gesamte Wertschöpfungskette repräsentiert. Michael Wieners unternehmerisches Anliegen ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland und darüber hinaus.

Er ist seit 2006 in verschiedenen Funktionen in Unternehmen der Gruppe tätig gewesen, unter anderem als Geschäftsführer und Chief Sales Officer der Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH und als Vorsitzender der Geschäftsführung der DKR Deutsche Gesellschaft für Kreislaufwirtschaft und Rohstoffe mbH. Davor hat Michael Wiener als Geschäftsführer die mittelständische Entsorgergruppe Eberhard Mayr in Stuttgart und als Sprecher der Geschäftsführung die RWE Umwelt Süd GmbH geführt.

Wiener verfügt nicht nur über breite unternehmerische Erfahrung, sondern auch über profundes technisches Fachwissen. Nach einer Mechanikerausbildung bei Audi in Neckarsulm studierte er Produktionsingenieurwesen an der Hochschule Heilbronn. Mit dem Grünen Punkt führt er Deutschlands bekanntesten und profiliertesten Anbieter von Rücknahmelösungen. Die Unternehmens gruppe hat nicht nur das Recycling von gebrauchten Verkaufsverpackungen in Deutschland („duales System“) mit aufgebaut und zum Erfolg geführt, sondern stellt zudem in zwei eigenen Werken in Nordrhein-Westfalen und Thüringen hochwertige Rezyklate aus Kunststoffabfall aus der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack her.

 

 

 

 

 

 

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